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Streitschlichtung

Was ist Streitschlichtung bzw. Mediation?

Mediation ist ein Verfahren zur Konfliktlösung, bei dem unparteiische Dritte, die ausgebildeten Streitschlichter, zwischen den Konfliktparteien vermitteln. Dabei sollen die Streitenden mit Hilfe der Streitschlichter selbstständig eine Lösung finden, mit der alle Streitparteien einverstanden sind. Die Mediatoren strukturieren den Klärungsprozess und helfen den Streitenden durch das Einsetzen von verschiedenen Methoden, wie z.B. aktives Zuhören und Spiegeln des Gesagten, Ihre Wünsche, Interessen und Sorgen zu identifizieren und zum Ausdruck zu bringen. Am Ende einer erfolgreich verlaufenen Mediation steht ein freiwillig abgeschlossener Vertrag mit den „ausgehandelten Verhaltensregeln“ der Streitparteien, die damit den Willen und ihr Zutun zur Konfliktlösung bekunden.

 

Welchen Vorteile bietet Streitschlichtung für die Konfliktparteien und das Schulleben?

Im Idealfall kann die ausgehandelte Lösung eine „Win-Win“-Situation für beide Streitparteien bedeuten. Wie der Begriff besagt, gibt es keine Verlierer oder Bestraften, sondern nur Gewinner. Das vertrauliche Streitschlichtungsgespräch unter Schülern ermöglicht eine Begegnung auf Augenhöhe, bei der die Streitenden ohne Angst vor disziplinarischen Maßnahmen durch Erwachsene (Lehrer oder Eltern) oder der Sorge vor den Lehrern oder Eltern in ein schlechtes Licht zu geraten und dadurch eventuell Nachteile zu erleiden, ihren Konflikt selbstständig klären und lösen können. Streitschlichtung stärkt das Verantwortungs- und Selbstbewusstsein der Schüler/innen und erhöht die soziale Kompetenz durch eigenverantwortliches Besprechen, Verhandeln und Lösen von Konflikten. Das soziale Profil unserer Schule beinhaltet auch die Verpflichtung, nach den Grundsätzen der Gewaltfreiheit, dem gegenseitigen Respekt, der Toleranz und der Fairness unter allen, an dem Schulleben beteiligten, zu handeln.

 

Wie läuft eine Streitschlichtung ab?

Das Schlichtungsgespräch verläuft in 5 Phasen:

  1. Die Streitschlichter stellen sich und ihre Rolle sowie die Gesprächsregeln und den Gesprächsverlauf vor.
  2. Jeder der Streitenden stellt den Ursprung und Hergang des Konflikts aus seiner subjektiven Sichtweise vor. – Die Streitschlichter unterstützen durch „aktives Zuhören“ und „gezieltes Nachfragen“ den Klärungsprozess.
  3. Die Streitenden sollen versuchen ihre Wünsche und ihren eigenen Beitrag zur Konfliktlösung zu formulieren. Sie dürfen die eigene Meinung vertreten, sollen aber auch die Meinung der Gegenpartei akzeptieren und verstehen.
  4. Die Streitparteien suchen nach gemeinsamen Lösungswegen.
  5. Die Lösung wird solange verändert, bis alle zufrieden sind und die Lösung wird in einem Vertrag festgehalten. Nach ca. einer Woche erfolgt ein Nachtreffen.

 

Wie kommt es zu einem Vermittlungsgespräch?

Am besten ist es, wenn ihr (die Schüler/innen der Klassenstufen 5-7, aber auch Schüler/innen aus höheren Klassenstufen) aus freien Stücken zu uns in die Pausensprechstunden kommt, weil es euch ein Anliegen ist einen Streit zu klären und eine Lösung zu suchen, mit der ihr „Streitenden“ euch besser fühlt. Oder ihr werdet von einem Lehrer zu uns geschickt, weil dieser einen Konflikt beobachtet hat und Euch vor die Wahl der Streitschlichtung oder einer herkömmlichen Strafmaßnahme stellt.

 

Termin

Montag, Mittwoch und Freitag in der ersten und zweiten großen Pause. Bitte vereinbart am Anfang der Pausenzeit über einen vermittelnden Betreuungslehrer (Frau Bauer, Herr Elser oder Frau Moritz) einen Termin fürs Gespräch! Ihr findet sie im Lehrerzimmer und sie vermitteln zeitnah und vertraulich einen Termin. Wir vom Streitschlichterteam kommen dann auf Euch zu!