Schüler berichten vom Skiwochenende in Oberstdorf. Dazu gibt es ein paar Bilder von diesen Tagen.
Bericht SMV Ski-Wochenende 2012
Pulverschnee, Sonne und gut präparierte Pisten. Dies erhofften wir, Schüler der 10. Klasse, J1 und J2, uns, als wir uns Freitags nach der 6. Stunde in Richtung Oberstdorf mit dem Bus aufmachten. Nach einer circa dreistündigen Fahrt erreichten wir dann endlich unsere Jugendherberge in Kornau.
Dort ging es dann an die Aufteilung der Zimmer, die wegen der relativ kleinen Gruppe von 29 Leuten, inklusive Frau Pachur und Herr Kreikenbaum, recht einfach ausfiel. Die Jugendherberge erwies sich als Anziehungspunkt für Jugendliche aus der ganzen Welt, so verbrachten wir den Abend mit Mexikanern, Argentiniern und Amerikanern. Im Zuge dieses kulturellen Austausches vergaßen wir dann aber leider die vorgegebene Nachtruhe, die auf 22:00 Uhr angesetzt war und strapazierten diese ein wenig.
Von der kurzen Nacht war jedoch am nächsten Morgen nichts mehr zu spüren, stattdessen euphorische Stimmung, es sollte ja schließlich zum Skifahren gehen. Diese Euphorie verflog jedoch schnell nach einem Blick aus dem Fenster, denn statt blauem Himmel und Sonne erwartete uns Nebel und Nieselregen. Dennoch beschlossen wir auf gut Glück uns auf zur Kanzelwand zu machen obwohl dort die Gondel noch wegen Lawinensprengungen nicht in Betrieb war. Nach circa einer halben Stunde Wartens in voller Skimontur bei circa 5 Grad Celsius verging dann auch den optimistischen unter uns die Lust. Also gingen wir zum angrenzenden Schlepplift und nahmen für eine 30-sekündige Abfahrt, eine 5-minütige Schleppliftfahrt in Kauf, auf einen Lift, der wahrscheinlich Weltrekorde in Sachen Geschwindigkeiten bzw. Langsamkeit aufgestellt hätte.
Das von Spaß am Skifahren nicht die Rede sein konnte, sei es wegen der Sichtweite von gefühlten 30 cm oder dem wechselnden Akkordspiel von Nieselregen und Schnee, ist ja wohl klar. Nach zehn Minuten fahren, Apré Ski zu machen erschien uns nicht besonders gerechtfertigt. Doch das Blatt schien sich zu wenden und wir bekamen den Geheimtipp, am anderen Ende Riezlerns/ Kanzelwand gäbe es weitere Pisten, sogar mit Sesselliften! So machten wir uns, beladen mit Skiern und Snowboards und triefend nassen Klamotten auf den Weg ins benachbarte Skigebiet Hirschegg, das sogar mit mehreren Liften lockte.
Nachmittags beschlossen wir dann, nach einer an einer Hand abzählbaren Anzahl von Fahrten, auf einer Hütte etwas zu essen. Leider stellte es sich als ziemlich schwer da, ein Platz für mehr als ein Dutzend hungrige Schüler und Lehrer zu finden. Nach mehreren Absagen wurden wir endlich in einem 4 Sterne Hotel abseits der Piste aufgenommen. Hier aßen wir, nachdem wir den Skikeller okkupierten und sämtliche Hausschuhe die das Hotel besaß in Anspruch genommen hatten, überraschenderweise sehr gut und sehr preiswert. Einstimmig beschlossen wir dort nun endlich in die Jugendherberge zurückzukehren und ich wage zu behaupten, dass jeder von uns, für eine heiße Dusche und dem Ausziehen der nassen Klamotten, gemordet hätte.
Samstagabend verlief dann, wahrscheinlich noch aufgrund des Vorabends, einigermaßen ruhig und jeder war ganz froh nach diesem ereignisreichen und vor allem anstrengendem Tag ins Bett zu gehen.
Sonntag war der Tag der Abreise, dennoch waren die meisten gewillt noch einmal Skifahren zu gehen, doch die Wetterprognose glich der des Vortages und somit verflog dann auch den letzten der Wunsch nochmal auf die Piste und vor allem danach mit nasser Kleidung in den Bus zu gehen. Freundlicherweise wurde uns ein Aufenthaltsraum in der Herberge zugesprochen-Problem gelöst, wir verbringen den Tag einfach nochmal damit Karten zu spielen oder uns zu unterhalten.
Jeder war glücklich den Tag nicht draußen, im wiedereinsetzenden Regen zu verbringen. Doch dann kam gegen 10 Uhr, also zu spät um eventuell doch noch Skifahren zu gehen, die Aufforderung den Raum, bzw. die Jugendherberge zu verlassen. Nicht einmal das Zureden von Frau Pachur und Herr Kreikenbaum und mehrerer Schüler half und so wurden wir, immerhin auf höfliche Art und Weise „rausgeworfen“.
Natürlich zeigten wir alle Verständnis, denn zur Hauptanreisezeit Sonntagmorgens wurde natürlich jeder der circa zehn Aufenthaltsräume benötigt. So machten wir uns auf den Weg nach Oberstdorf, wo wir dann zwei Stunden Zeit totschlagen durften, nur um dann wieder zurückzukehren, da ja in Kornau unser Bus auf uns wartete.
Doch auf der Busfahrt nach Hause war all dies vergessen, es wurde über die vorherigen Abende gelacht, Geschichten erzählt und rumgealbert.
Dass an diesem SMV-Skiwochenende das Skifahren eher zweitrangig war und manche an diesem Wochenende sogar mehr Zeit in der Dönerbude, als auf der Piste verbrachten , spielte keine Rolle. Es war ein tolles Wochenende, an dem alle Spaß hatten und man auch die Chance bekam mit Leuten, mit denen man eigentlich nichts zu tun hat, etwas zu unternehmen. Ich freue mich jetzt schon aufs nächste Jahr.
Jonathan Pfister
Bitte helfen Sie uns, diese Website aktuell zu halten, schicken Sie uns Inhalte zu und melden Sie Fehler!
Landesinstitut für Schulentwicklung (LS) prämiert Wilhelms-Gymnasium als "Gute Schule" ! Hier finden Sie nähere Informationen.