Montagabend, 08.März 2010, 20 Uhr: Das Theater in Stuttgart, wo derzeit das Stück WUT läuft, ist gut besucht, fast alle Plätze sind belegt.
Als das Licht ausgeht, fängt ein Männerchor mit türkischem Akzent an zu sprechen, sie sind im ganzen Publikumsbereich verteilt, als ob sie das Publikum einschließen wollten.
In dem Theaterstück WUT geht es um die Problematik, sich in die heutige Gesellschaft zu integrieren, denn das ist auf keinen Fall einfach.
Wenn man es nicht versucht oder sich nicht bemüht, hat man keine Chance!
Viele kennen es, man ist neu, vielleicht nur in einer Stadt, vielleicht in einem neuen Land mit einer anderen Sprache. Alles ist fremd, und die Freunde sind auf einmal weg.
Am einfachsten ist es aber immer noch für Kinder sich zu integrieren, denn im Sportverein, in der Schule kann man sehr schnell und einfach neue Leute kennen lernen.
Ein gutes Beispiel dafür sind auch Schüleraustauschprogramme.
Am Wilhelms-Gymnasium kann man für zweieinhalb Wochen auf die Insel La Réunion im Indischen Ozean reisen und dort das Leben der Leute und die andere(n) Kultur(en) kennenlernen.
Als wir im Herbst 2009 dort ankamen, wurden wir sehr freundlich empfangen!
Und das ist auch sehr wichtig, wenn alles anders ist, als man es kennt!
So wie auch bei uns gibt es dort Menschen mit unterschiedlichen Religionen, Bräuchen und Sitten, allerdings mit einem Unterschied: Sie leben viel enger zusammen als wir hier in Deutschland.
Doch damit kommen dort, fast 10.000 km von hier entfernt, alle gut zurecht.
Sie akzeptieren die Bräuche der anderen, übernehmen sie sogar zum Teil.
Außerdem hat sich durch diese multikulturelle Gesellschaft eine eigene Kultur entwickelt, die der Kreolen. Sie haben ihre eigene Sprache, man versteht sie nicht sehr gut als Fremder, doch das war für uns eigentlich kein Problem, weil alle auch Französisch sprechen konnten oder sogar Deutsch.
Schnell haben wir uns an den Rhythmus der Reunionesen gewöhnt, wenn auch vieles anders war. Außerdem haben wir viel Neues erlebt und kennengelernt!
Dass das Lebensgefühl dort ein ganz anderes ist, das wird einem sehr schnell klar. Doch wurden wir immer herzlich aufgenommen und hatten keine Probleme uns zu integrieren.
Constanze Kobe, Clara Bischoff, Emmanuelle Laude, Johanna Langelotti, Zahra Mansour, 15.03.2010
Im Stuttgarter Schauspielhaus ist am Montag, den 08.03.2010 das Theaterstück „WUT“ aufgeführt worden. Das Stück handelt von der Ausländerfeindlichkeit und dem Verhalten einiger Ausländer in Deutschland. Die Darsteller wollen den Zuschauern mit dem Stück die Augen öffnen. Die Menschen sollen sich Gedanken über ihr Verhalten gegenüber Ausländern machen.
„Was ist jetzt schon wieder passiert, Felix? Das war bestimmt wieder dieser Türke!“ sagte der Vater zu seinem verletzten Sohn. So oder so ähnlich spielte es sich immer wieder in dem Theaterstück „WUT“ ab. Der Sohn kam verletzt nach Hause, und die Eltern beschuldigten jedes Mal aufs Neue den Türken. Damit hatten sie zwar auch Recht, aber man sollte mit so etwas nicht allzu voreilig sein. Ja, Felix wurde von den Türken geschlagen, aber warum? Kamen sie einfach auf ihn zu und schlugen ihn, oder hat er Kontakt zu ihnen gesucht? Felix hatte wirklich Kontakt zu Can und seiner Gang gesucht. Er gab ihnen jedoch keinen Grund ihn zu misshandeln. So haben die Türken auf Grund von Hass auf die Deutschen gehandelt. Doch woher kommt dieser Hass? Oft werden sie nicht respektiert und werden schlecht gemacht. Dies zeigt sich zum Beispiel an schlimmen Türkenwitzen, die diskriminierend sind. Gibt es Schlägereien, bei denen unter anderem Ausländer beteiligt sind, heißt es gleich: „Immer diese Ausländer!“ Bei solcher Ausländerfeindlichkeit kann es vorkommen, dass die Betroffenen aggressiv werden und Gewalt ausüben. Doch wo ist dabei die Gerechtigkeit? Wie sollen sich ausländische Mitbürger in solchen Situationen verhalten? Wie würden Sie sich in so einer Situation verhalten? Wir sollten ausländische Menschen genauso respektieren wie alle anderen auch, denn sie sind Menschen, wie wir es sind. Dabei sollten Herkunft und Religion keine Rolle spielen.
Jessica Gaedtke, Adina Glaser-Gallion, Andréa Lebon, Emilie Lair, Cathy Ralay, 15.03.2010
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