Ausflug nach Dachau

Am 8. Januar 2014 sind wir, die Klasse 9b, zusammen mit der Parallelklasse zu der KZ-Gedenkstätte nach Dachau gefahren. Die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers wurde im Jahre 1965 mit Unterstützung des Bayerischen Staates errichtet. Nach der etwa zweistündigen Fahrt kamen wir an.  Den berühmte Satz „Arbeit macht frei", der auf dem Tor des ehemaligen Konzentrationslagers steht, hatten wir bis dahin nur in unseren Geschichtsbüchern gelesen. Es war ein komisches Gefühl durch dieses Tor zu gehen, durch welches schon zuvor so viele Menschen gegangen sind.

1933 wurde das Lager für politische Häftlinge eröffnet, ungefähr 41500 Menschen starben hier. Als wir dann als Einführung einen kurzen Film gesehen haben, in dem Ex-Häftlinge wie auch Menschen aus dieser Zeit sprachen, breitete sich nach und nach eine Stille aus, die sich bis zum Ende des Ausflugs hielt. Es ist ein Ort des Gedenkens, ein Ort der Trauer und ein Ort der Bildung. Nachdem wir dann durch die Räumlichkeiten gegangen waren und uns die informativen Tafeln und Bilder angeschauten hatten, hatten wir eine umfangreiche Führung durch die gesamte Gedenkstätte, die etwa 2,5 Stunden dauerte. Die zum Teil nachgebauten Baracken, die noch erhaltenen Häuser und der Einbezug von Informationen ehemaliger Häftlinge hatte uns das Gefühl gegeben mitten in dieser Zeit zu sein. Besonders interessant war das Hauptgebäude.

Im Zentrum der Hauptausstellung standen die Schicksäle der Häftlinge auf große Tafeln geschrieben. Das Leitmotiv ist „Der Weg der Häftlinge". Dieser steht für den Weg der Häftlinge ins Lager, ihr Leben im Lager, ihren Weg in den Tod oder in die Befreiung. Wir alle waren natürlich traurig und geschockt, welch grausame Dinge hier vollzogen wurden, doch auch dankbar dafür, dass wir dort sein durften.

Ein Besuch in Dachau ist bewegend und teils schwer zu ertragen, aber sehr, sehr informativ. Außerdem ist es wichtig, dass gerade auch wir jungen Menschen diese Gedenkstätte besuchen und das Elend des Konzentrationslagers verinnerlichen, sodass es so eine schreckliche und unmenschliche Einrichtung nie mehr geben kann.

K. Mayer, K. Limonova

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