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Station 3

Eine Station des "Virtuellen Bibelwegs Degerloch"

Hier auf den Feldern sehen wir abwechselnd Mensch und Natur am Werk. Jedes Jahr aufs Neue bereitet der Bauer das Feld und sät aus auf dem fruchtbaren Boden. Vielleicht auch mehrmals im Jahr viele verschiedene Früchte. Dann hofft er abwechselnd auf Regen und Sonne, auf  schnelles Wachstum der Frucht und reiche Ernte. Jesus greift dieses Bild im folgenden Gleichnis auf und erklärt, was wir selbst mit Feld und Frucht zu tun haben.


„Er sagte: Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen sie. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, vertrocknete und verdorrte die Saat, weil sie keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat. Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach. Wer Ohren hat, der höre!“

(Mt 13,3-9)

Wie der Sämann die Samen auf die Erde wirft, so teilt Gott den Menschen seine Worte mit: Er setzt uns seine Botschaft an eine bestimmte Stelle, wo sie wachsen und Frucht bringen soll. Ein Saatkorn trägt das Wort Gottes also weiter.Es ist derGläubige, der in der Welt wirkt. Aber mit welchem Erfolg:Manche Samen bilden Wurzeln, andere nicht.

Diese Wurzeln stehen dafür, wie tief ein Mensch im Glauben verankert ist. Nicht jeder ist für Gottes Wort empfänglich. Wie man Gottes Botschaft auffasst und interpretiert – das muss jeder für sich selbst wissen.

Gott sät seine Worte auch in meinem Herz – Wie nehme ich das Wort Gottes auf? Will ich dieses Geschenk aufnehmen und beherzigen oder doch lieber ignorieren? Lasse ich seine Botschaft Wurzeln schlagen? Verbreite ich seine Worte?

Worin bin ich eigentlich verwurzelt? Wie ist Gottes Wort in mir verankert? Wie interpretiere ich seine Botschaft? Wie viel Frucht bringe ich hervor?

›Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht; er bringt dann Frucht, hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach.‹

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