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Station 12

Eine Station des "Virtuellen Bibelwegs Degerloch"

Hier ist das Reich der Kinder, hier sind die Kleinsten am wichtigsten. Vor 2000 Jahren, zu der Zeit als Jesus lebte, galten Kinder noch als "unfertige" Erwachsene. Sie hatten am Vorbild der Eltern zu lernen, bis sie endlich selbst "fertige" "Große" waren, die man ernst nehmen konnte. Jesus zeigt den Erwachsenen, was die Kinder ihnen voraus haben:

In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: »Wer ist im Himmelreich der Größte?« Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sagte: »Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen. Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte. Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.«

(Mt 18, 1-5)

Was können wir also von Kindern lernen? Sie gehen anders auf die Welt zu als wir:

Sie nehmen sich selbst nicht so wichtig. Sie schauen mit natürlichem Interesse und mit Respekt zu Älteren auf. Wenn sie etwas nicht können, haben sie kein Problem damit, es einzugestehen und um Hilfe zu bitten.

Kinder haben einen Blick für Kleinigkeiten.Sie freuen sich nicht nur an großen Dingen, sondern können sich für vermeintlich Unbedeutendes oder Selbstverständliches begeistern. Sie orientieren sich nicht an materiellen Werten.

Kinder sind nicht nachtragend. Sie haben zwar einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit, aber auch wenn sie einmal ungerecht behandelt wurden, können sie vergeben und vergessen.

Kinder haben ein natürliches Bedürfnis nach Nähe und Gemeinschaft. Am wohlsten fühlen sie sich in der Nähe ihrer Eltern oder bei Vertrauenspersonen. Deswegen sind sie hier -im Kindergarten- gut aufgehoben.

Bei Gott gilt der am meisten, der sich nicht immer über andere stellen will, der weiß, dass er noch nicht "fertig" ist, mit Gott und der Welt.

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