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Station 16

Eine Station des "Virtuellen Bibelwegs Degerloch"

Fair-stehen und Fair-ändern

Es gibt Ungerechtigkeiten, die schreien zum Himmel. Sie fordern uns heraus, dass wir uns dagegen stemmen. Im folgenden Bibeltext macht Jesus klar, dass wir uns am Ende daran messen lassen müssen, was wir konkret dagegen getan haben.


Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.

Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?

Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

(Mt 25, 34-40)

Jesus benennt hier, wo die sozialen Probleme seiner Zeit liegen, und zeigt zugleich, was jeder einzelne konkret tun kann. Die sozialen Probleme unserer globalisierten Welt sind eher noch komplexer geworden. Da müssen wir uns zunächst einmal bemühen, die komplizierten Zusammenhänge überhaupt zu verstehen. Heute könnte Jesus zu uns sagen: „Ich hatte keinen Zugang zu Bildung, keine Arbeit.“ Oder: „Ich war Kaffeebauer. Und ihr – habt ihr mir einen gerechten Preis gezahlt?“ Oder: „Ich habe Körbe geflochten, aber euch waren sie nicht mehr als ein paar Cent wert!“

›Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.‹

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